HBV 91 Celle
Handball- und Breitensport-Verein von 1991 Celle
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So 10.04.2016

1. Herren: Celler mit herber Klatsche in Luhdorf

Am vergangenen Samstagabend musste die 1. Herren des HBV 91 Celle bei der spielstarken SG Luhdorf/Scharmbeck im Kampf um einen Podestplatz Farbe bekennen. Verlor man das Hinspiel in heimischen Gefilden mit 22:27, wollte man es im Rückspiel besser machen. Aus dem ambitionierten Vorhaben wurde leider nichts, denn die Brise, die den "Bären" im hohen Norden ins Fell fegte, war mächtig steif: Sang- und klanglos ging man mit 25:32 unter.

Dabei war es zu Beginn der Partie alles andere als schlecht um die Gäste bestellt: 0:4 (6.) führte die Günther-Truppe zu diesem Zeitpunkt dank einer prima Leistung vorne wie hinten und hatte bei eigenem Ballbesitz sogar die Möglichkeit nachzulegen. Doch anstatt die Angriffe weiter konzentriert wie bisher vorzutragen und geduldig auf die hundertprozentige Abschlusschance zu warten, glänzten die Gäste jetzt - völlig unnötig - mit überhasteten Anspiel- und Wurfversuchen, die ihr Ziel nicht fanden; selbst bei einer doppelten Überzahl blieben die Krallen stumpf und man kassierte zwei Treffer - nichts, aber auch gar nichts ging mehr. Die zahlreichen Kontermöglichkeiten nutzten die abgeklärten Gastgeber, düpierten die Celler nun auch mehrfach im Positionsangriff und legten einen furiosen 12:2-Lauf hin (12:6). Dann fing sich der HBV wieder, konnte aber bis zur Halbzeitsirene nicht mehr verkürzen (15:9).

In der Pause taute Trainer Lutz Günther, der bis dahin schockgefrostet ob der desolaten Leistung der Routiniers im Team auf der Bank kauerte und Co Joachim Dose das Auf und Ab an der Seitenlinie überließ, langsam wieder auf und stellte als erste Wiederbelebungsmaßnahme das Team komplett um. So durften nach dem erneuten Anpfiff auf allen Rückraum-Positionen sowie im Tor jetzt die A-Youngster ran, die sich die restlichen 30 Minuten ordentlich reinhängten, ihre Sache prima machten und reichlich Spielerfahrung sammelten. Am Ende stand eine deftige Auswärtsniederlage zu Buche, die noch höher hätte ausfallen können. Aber die in Landesliga-Manier auftretenden Gastgeber ließen Gnade walten und schaukelten ihren Vorsprung mühelos über die Zeit.

Nach der Pleite können die Günther-Schützlinge ihre Träume vom Platz auf dem Treppchen vorerst in den Keller stapeln. Zeit zum Verschnaufen bleibt dem HBV allerdings nicht, denn schon am kommenden Sonntag gastiert der Tabellenzweite Schneverdingen. Will man sich gegen den Aufstiegsanwärter nicht vor heimischem Publikum blamieren, muss eine 180-Grad-Wende her. Man darf also gespannt sein, ob sich "die Bären" dem Gegner bei der Generalprobe des Pokalfinals "im aufrechten Gang" entgegenstellen oder "Schnell in die Höhle, Teil 2" angesagt ist.
Abschließend soll die Leistung der Schiedsrichter vom TuS Jahn Hollenstedt nicht unerwähnt bleiben, denn die Unparteiischen machten ihrem Namen alle Ehre: Sie bestraften auf beiden (!) Seiten alle (!) regelwidrigen Aktionen konsequent, progressiv und behielten ihre klare Linie über die volle Distanz. Selbst an eine einzige nennenswerte Fehlentscheidung konnte sich niemend erinnern - ein Traum.

Für den HBV spielten: Sergej Lutz, Robert Schucht - Viktor Donner (2), Pascal Bolay (4), Benjamin Kaplick (2), Christian Sievert (2), Luis Meyer (2), Arne Sevenich (4), Christoph Möller (3), Moritz Kaplick (6/1). (lg)

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